Der Andrang zu den Hafentagen stand dem beim Besuch des norwegischen
Kronprinzenpaars am Samstag nicht nach.
Von HANNES EWERT Stralsund.
Der Hafen war am Wochenende fest in Piratenhand. Nicht nur auf der "Gorch Fock" lauerten die
Schrecken der Meere, sondern auch an Land hinter jeder Ecke. "Wir wollten eine Attraktion
für die Kinder schaffen", so Betriebsleiterin des Großseglers, Nicole Merten. Das ist der
Crew gelungen - nicht nur mit den Seeräubern. Auch die togolesische Band "Akuwada"
überzeugte am Samstagabend an Bord des Seglersmit afrikanischen Rhythmen und transportierte
nebenbei noch einen Hauch Fußball-WM-Fieber an den Sund. Unweit davon lief auf der LED-Wand
des Ozeaneums das Spiel USA gegen England.
Hunderte Besucher sahen, wie beide Mannschaften
um den Sieg kämpften. Buntes Treiben herrschte auf der gesamten Hafeninsel. Ob ganze Familien,
Pärchen oder Jugendliche - für jeden bot das Hafenfest etwas. Entlang der Kais und Kanäle
erstreckte sich eine vielfältige Partymeile. Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung startete das große Feuerwerk.
Die Bergung eines havariertes Schiffs behinderte zunächst die Veranstalter. "Wir mussten das
Schiff samt Retter erst in den Hafen lassen, dann konnten wir den Ponton mit den Raketen an
der richtigen Stelle platzieren", soFeuerwerksspezialist André Bonitz. Dann ging's richtig los.
Begleitet von vielen "Ohs" und "Ahs" verzauberte ein bunter Sternenregen die Stralsunder und
ihre Gäste. Die Zuschauer waren zufrieden. Bei vielen hielt die Partylaune auch nach dem
Feuerwerk noch lange an. Sie feierten munter weiter auf der Hafeninsel. Stargast Leticia
brachte allen, die geblieben waren, ihre besten Coverhits zu Gehör und heizte die gute
Stimmung im Publikum weiter an. Nun freuen die Stralsunder sich schon auf die Hafentage
im nächsten Jahr und hoffen, dass dann das Wetter mit etwas wärmeren Temperaturen seinen
Anteil am Erfolg dieses Volksfestes noch etwas vergrößert.